August 2025
Akustikabsorber sind heute essenzieller Bestandteil moderner Arbeitswelten, doch die wenigsten wissen, wie viel Geschichte, Wissenschaft und Wirkung in diesen scheinbar stillen Helfern steckt:
1. Akustikabsorber gibt es schon seit der Antike
Schon im römischen Theaterbau wurden amphitheatralische Formen und poröse Materialien wie Tuffstein eingesetzt, um den Schall zu lenken und zu dämpfen.
Quelle: Vitruv, „Zehn Bücher über Architektur“, Buch V
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2. Schall wird nicht nur reflektiert, er wird auch „geschluckt“
Akustikabsorber wandeln Schallenergie in Wärme um – durch Reibung der Luftmoleküle im Materialinneren.
Quelle: DIN EN ISO 11654:1997 – Schallabsorberbewertung
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3. Die Erfindung des „Nachhalls“ machte Absorber notwendig
Wallace Sabine, ein US-amerikanischer Physiker, legte 1898 den Grundstein der modernen Raumakustik und entwickelte mit Vorhängen und Sitzpolstern erste systematische Absorberlösungen.
Quelle: Acoustical Society of America, Wallace Clement Sabine Biography
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4. Harte Oberflächen sind der Feind guter Akustik
Beton, Glas und Stahl reflektieren Schall nahezu vollständig, deshalb brauchen moderne Büros schallabsorbierende Flächen.
Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), Lärm am Arbeitsplatz
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5. Jeder Raum „klingt“ wegen der Nachhallzeit anders
Die Nachhallzeit (RT60) misst, wie lange ein Geräusch braucht, um im Raum um 60 dB abzuklingen. Sie hängt direkt mit der Absorberfläche zusammen.
Quelle: DIN 18041 – Hörsamkeit in Räumen
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6. Es gibt eine Absorberklasse und sie ist genormt
Absorber werden in die Klassen A bis E eingeteilt. Klasse A ist die effektivste – mit einem αw-Wert von 0,90 oder höher.
Quelle: DIN EN ISO 11654 – Schallabsorber-Bewertung nach αw
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7. Akustikabsorber sind keine Mode sondern Pflicht
In Arbeitsstätten müssen gemäß ASR A3.7 Maßnahmen gegen Lärm ergriffen werden.
Quelle: Arbeitsstättenregel ASR A3.7 „Lärm“
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8. Es gibt horizontale, vertikale und freie Absorber
Wandabsorber, Deckenabsorber, Stellwände, Tischaufsätze, Baffeln und freistehende Elemente – sie alle erfüllen verschiedene akustische Funktionen im Raum.
Quelle: Empfehlungen nach DIN 18041 und VDI 2569
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9. Nachhaltige Absorber aus Naturmaterialien sind im Kommen
Akustikabsorber aus recycelten Fasern, Zellulose, Holz oder sogar Getreidehüllen wie Dinkel sind inzwischen verfügbar.
Quelle: IBU – Institut Bauen und Umwelt e.V., EPDs zu Akustikabsorbern
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10. Mehr Absorber = bessere Konzentration, weniger Stress
Schlechte Raumakustik führt nachweislich zu sinkender Produktivität und erhöhtem Stresslevel. Umgekehrt steigert ein gut gedämpfter Raum das Wohlbefinden.
Quelle: Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP, Studien zur Büroakustik
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